Mi

28

Jun

2017

Das kleine Wein ABC im harpf Getränkeladen - Gourmet Südtirol

Das kleine Wein ABC harpf Getränkeladen Gourmet Südtirol

Das kleine Wein ABC 

 

Das kleine Wein ABC

REFERENTEN 

Referent der Sommeliervereinigung Südtirol

BESCHREIBUNG

Fasziniert Sie das Thema Wein? Wollen Sie anfangen sich mit Wein zu beschäftigen? Gibt es Dinge, die Sie schon im-mer wissen wollten? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Wir erörtern gemeinsam, wie Wein produziert wird. Welche Trinktemperatur soll Wein haben? Wie öffnet man eine Weinflasche? Welches Glas soll wann verwendet werden? Welcher Wein passt zu welcher Speise? Zu welcher Gele-genheit trinke ich welchen Wein? Wie lagert man Wein?

ZIELGRUPPE

Interessierte, Einsteiger, Weinliebhaber

DAUER

3 Std.

VERKOSTUNG

5 Weine zur Veranschaulichung des Gehörten

PREIS

55 Euro

MINDEST-TEILNEHMERZAHL

6 Pesonen

ORT

harpf Getränkeladen, Stadtgasse 53 a, Bruneck

 

TERMIN: 

Dienstag, 29. August 2017 

Beginn: 20.00 Uhr

 

 

harpf Getränkeladen

Stadtgasse Nr. 53 a

I-39031 Bruneck - Südtirol

T: +39 0474-537131

F: +39 0474-537132

getraenkeladen@harpf.it

www.harpf.it 

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Mi

28

Jun

2017

Bester Jazz im „harpf Getränkeladen“ - Gourmet Südtirol

Weißburgunder „Sirmian“ - Harald Schraffl, Önologen der Kellerei Nals Margreid zu Gast im Harf Getränkeladen Gourmet Südtirol

Bester Jazz im „harpf Getränkeladen“

Das Jazzfestival macht Station

 

BAND

Sketchbook Quartett, Österreich Leonhard Skorupa – sax

Daniel Moser – bcl

Alexander Wallner – g Konstantin Kräutler – dr

 

BESCHREIBUNG

Die vier Musiker spielen eine zugleich selbstsichere und – vor allem – entspannte Musik, die in der Jazztradition verwurzelt ist. Dass zeitgenössischer Jazz nicht unbedingt überfrachtet oder verkopft auftreten muss, um interes-sant und fordernd zu sein, sondern auch in zugänglicher Form spannend bleibt, zeigt dieses Debütalbum. Damit schlägt das unorthodox instrumentierte Ensemble – auf ein klassisches Bassinstrument verzichtend – einen Bogen vom modernen Jazz bis zum Postrock.

ZIELGRUPPE

Musikbegeisterte, Jazzliebhaber, Genießer

DAUER

1 Std.

VERKOSTUNG

vor dem Konzert wird bester Südtiroler Sekt gereicht

PREIS

Eintritt frei 

MINDEST-TEILNEHMERZAHL

6 Personen

ORT

harpf Getränkeladen, Stadtgasse 53 a, Bruneck

 

TERMIN: 

Mittwoch, 05. Juli 2017 

Beginn: 21.00 Uhr

 

harpf Getränkeladen

Stadtgasse Nr. 53 a

I-39031 Bruneck - Südtirol

T: +39 0474-537131

F: +39 0474-537132

getraenkeladen@harpf.it

www.harpf.it 

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Di

27

Jun

2017

Im Gespräch: Martin Pircher vom Käsefestival im Ahrntal - Gourmet Südtirol

Käsefestival - Festival del formaggio - Sand in Taufers - Campotures - Südtirol-Alto Adige Gourmet Südtirol
Martin Pircher - Organisator Käsefestival

Das Käsefestival ist vieles: ein Käse- und Feinschmecker-Markt, eine Fachmesse, ein Treffen von Gleichgesinnten und es ist zweifelsohne ein Branchenhighlight. Aber all das beschreibt es noch nicht ausreichend:

es ist nämlich vielmehr ein Gefühl...

 

Alle zwei Jahre kommen Produzenten, Händler, Feinschmecker, Frommeliers, Liebhaber und Affineure ebenso wie Journalisten, Schulklassen und Dorfbewohner aus einem einzigen guten Grund in Sand in Taufers zusammen. Es ist der Käse, der sie alle um sich herum versammelt.

 

Fast alle kommen, um ihrer Leidenschaft zu frönen, die einen verkosten, die anderen kaufen, manche verkaufen, einige tragen vor, viele treffen Freunde und feiern miteinander. Und dann gibt es noch diejenigen, die Bewusstsein schaffen, Werte vermitteln und Tradition bewahren wollen. 

 

Die Liebe zum Käse hat dieses Festival zu dem gemacht, was es heute ist. Ein Erlebnis, das seines gleichen sucht. Das Käsefestival zelebriert die Einzigartigkeit und Vielseitigkeit dieses Lebensmittels. Es will aber auch aufmerksam machen. Auf die Tradition, das besondere Handwerk und bedrohte Käsesorten.

 

Gourmet Südtirol hat sich mit dem Initiator vom Käsefestival, Martin Pircher, unterhalten und fragt nach, warum das Käsefestival auch nach zehn Ausgaben kein bisschen müde ist, sondern noch immer zu größeren Zielen ansetzt.

 

Gourmet Südtirol: Wie kam es dazu, ein Käsefestival im Ahrntal zu veranstalten? 

Martin Pircher: Es sind da eigentlich verschiedene Sachen zusammen gekommen. Erstens haben wir uns als DeSPAR Markt schon seit Jahren in Richtung Käse hin spezialisiert, daraus kam die Idee, im Rahmen einer Veranstaltung unsere Lieferanten einzuladen.

Aus der Anfangs 7 Aussteller-Veranstaltung ist nun ein gut 90 Aussteller Event geworden.

Die Veranstaltung hat sehr viel positives fürs Tal gebracht. Käse ist in Gasthäusern und Restaurants salonfähig geworden. Der Ahrntaler Graukäse und somit auch die Rolle der Produzentinnen sprich der Bäuerinnen, ist nachhaltig aufgewertet worden. In der Zwischenzeit ist er auch von Slow Food zum presidio erkoren geworden. (Presidio= ein besonderes und vom Aussterben bedrohtes Lebensmittel) 

Während es 2001 noch keine Hofkäserei mit EU-Nummer im Ahrntal gab, sind es über die Jahre ca. 15 bis 20% der Südtiroler Hofkäsereien geworden. Eine Konzentration und eine Vielfalt wie hier gibt es südtirolweit kein zweites Mal. Das Ahrntal ist zum Synonym für Käse geworden und der Ahrntaler Graukäse sein Botschafter.

 

Gourmet Südtirol: War es also "Deine"Idee oder DeSPAR, wenn DeSPAR, was heisst das?

Martin Pircher: Es war meine Idee und ich hab sie mit meinem Despar Markt umgesetzt, nachdem es anfangs eigentlich als eine Art Marketing Aktivität fürs Geschäft und unsere Käsekompetenz gedacht war. Inzwischen haben wir vielleicht als einziger DeSPAR Markt (weltweit) zum 5. Mal hintereinander von Slow Food die Auszeichnung „locale del buon formaggio“ erhalten

 

Gourmet Südtirol: Und was bedeutet die EU Nummer bei den Käsereien?

Martin Pircher: Eine EU-Nummer erlaubt der Hofkäserei die Vermarktung, auch den Großhandel, des eigenen Käses. Sie sieht relativ strenge Auflagen und Kontrollen der Milch und des Endproduktes vor, die der Tierärztliche Dienst übernimmt.

 

Gourmet Südtirol: Was waren die ersten Ziele des Festivals, was wollte man mit dieser Veranstaltung erreichen?

Martin Pircher: So richtig ein Konzept gab es anfangs nicht, außer, dass es eine Veranstaltung für alle sein sollte. Elitärer Schnick Schnack war nie ein Ziel. Hinter den Theken legte man von Anfang an Wert darauf, dass Profis stehen.

Es wird inzwischen auch versucht ganz viel Käsekultur zu vermitteln. Bei den geführten Verkostungen nehmen Top Referenten wie Ursula Heinzelmann, Dominik Flammer oder Armando Gambera die Zuhörer auf diese kulinarische Reise mit. Mit dem SKV gelingt es jedes Jahr absolute Spitzenköche nach Sand zu bringen. In ungezwungener Atmosphäre kann man sogar Michelin Köchen in den Kochtopf schauen. Auch im Rahmen der Kinderbetreuung werden diese sehr detailliert und gut informiert.

 

Gourmet Südtirol: Wie lange hat es gedauert, bis das Festival so wurde, wie Du es Dir vorgestellt hast?

Martin Pircher: Dass es wirklich eine Top Veranstaltung ist, die zu Recht das Kompliment verdient, das Stefano Qualeformaggio Mariotti (Käse-Guru aus Italien) ausgesprochen hat, also dass das Käsefestival eine der interessantesten Veranstaltungen des italienischen "mondo casearios" ist, das kann man seit den letzten drei Veranstaltungen sagen. Doch auch die ersten waren auf ihre Art gut und vor allem lehrreich. (lacht)

 

Gourmet Südtirol: Habt Ihr auch andere Käse-Veranstaltungen besucht um Euch Inspirationen zu holen?

Martin Pircher: Ich bin regelmäßig auf der Cheese in Bra (Piemont), bzw. auf dem Salone del Gusto in Turin als Aussteller und sehe natürlich Neues und Interessantes. Inzwischen kamen aber auch die "Cheese/Berlin" Organisatoren zu uns, um von uns zu lernen

 

Gourmet Südtirol: Ihr veranstaltet das Festival alle 2 Jahre: Wie können sich Betriebe bei Euch bewerben und nach welchen Kriterien sucht Ihr die Teilnehmer aus?

Martin Pircher: Es gibt inzwischen ein OK, trotzdem weht ein familiärer Geist durch die Veranstaltung. Eigentlich kann jeder mit machen, wenn allerdings ein Thema abgedeckt ist, dann suchen wir z.B. nicht noch einen 4. oder 5, Parmiggiano Produzenten. Im Mittelpunkt soll ja auch die Vielfalt stehen. Über die Jahre haben wir auch viele Stamm-Aussteller für uns gewinnen können.

 

Gourmet Südtirol: Wie groß ist das Organisationskomitee?

Martin Pircher: Karin Huber SF/laboratori del gusto/Aussteller Acquise; Reinhard Steger SKV Schaukochen/Organisation der technischen Ausstattung; Ursula Brugger praktisches und Koordination vom Zeltaufbau bis zum Zeltabbau; Sonja Leimgruber Bindeglied zum Tourismusverein/Buchhalterisch und Schriftverkehr; Martin Pircher Koordination und Mädchen für alles... In den letzten Jahren war auch die Mannschaft des Leader-Bueros eine tragende Saeule, inzwischen begleiten sie das Kaesefestival mit etwas mehr Distanz

 

Gourmet Südtirol: Habt Ihr auch Aussteller die schon von Anfang an dabei sind? Wie habt Ihr die Produzenten davon überzeugt ins Ahrntal zu kommen um an einem  Käsefestival teilzunehmen?

Martin Pircher: Wir haben gar einige, die von der ersten Stunde an dabei sind. Und viele die über die Jahre dazu gekommen sind, haben sich wunderbar integriert. Wir treffen uns auch z.B. bei der Cheese oder dem Salone del Gusto als Aussteller. 

 

Gourmet Südtirol: Beim Käsefestival konnte ich mich bereits selbst von der hohen Qualität der präsentierten Produkte überzeugen. Gleichzeitig fiel mir der fast familiäre und beinahe "heimelige" Charakter der Veranstaltung auf - die Aussteller und Organisatoren wirken sehr verbunden. Das muss ein schöner Erfolg für Euch als Veranstalter sein, oder?

Martin Pircher: Das ist wahrlich eine ganz große Freude und vielleicht auch ein bisschen unser Erfolgs-Geheimnis.

 

Gourmet Südtirol: Bei der Veranstaltung "Cheese Berlin", einer kleinen aber feinen Käseveranstaltung, habe ich den Ahrntaler Graukäse als Südtiroler Produktbotschafter entdeckt. Wie kam es zu dieser Kooperation?

Martin Pircher: Slow Food Kontakte wie so oft. Wir waren dann 2013 erstmals oben, sie kamen 2014 runter und heuer starten wir wieder hinauf. „Wir haben viel in Sand gelernt“, hat Freude gemacht, das von den Berlinern zu hören.

 

Gourmet Südtirol: Wie kam die Zusammenarbeit mit Slow Food zustande und wie sieht diese heute im Generellen aus?

Martin Pircher: Zustande kam sie durch Piero Sardo (mit Carlo Petrini Gründer von SF) und Linda Nano (damalige führende SF Mitarbeiterin in Bra). Sie kamen nach Sand zum Festival und waren überzeugt, schickten auch ihre Abteilung für Kindererziehung um von uns zu lernen und so ging es los. Inzwischen geht von Bra auch die offizielle Einladung zur Teilnahme am Käsefestival an die presidi raus. Slow Food Südtirol machte letztes Mal z.B. einen eigen Stand usw….

 

Gourmet Südtirol: Der Grundgedanke von "Slow Food": gut, sauber und fair ist auch Dir sehr wichtig. Sind alle Teilnehmer auch nach diesen Prinzipien ausgewählt und gehen diese mit diesem Leitsatz konform?

Martin Pircher: Ja das kann man so sagen. Kommt es zu Beanstandungen in diese Richtung geben, werden die Konsequenzen gezogen

 

Gourmet Südtirol: Was ist eines Deiner schönsten und liebsten Erlebnisse der vergangenen Festivals?

Martin Pircher: Jedes Mal der Start, das Eintreffen der Aussteller in Sand, das sich um den Hals fallen, in den Arm nehmen, die Wiedersehensfreude spüren, das ist einfach jedes Mal schön.

 

Gourmet Südtirol: Was sind die Ziele für das Käsefestival?

Martin Pircher: Dieses Niveau zu halten und verstärkt auf die 727 Tage KF-freie Zeit bis zur nächsten Veranstaltung auszustrahlen.

 

Ich bedanke mich für das Gespräch!

 

Monika Pfitscher - Gourmet Südtirol


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Di

27

Jun

2017

Ein Psairer Unikat: Der Wirt "Fontana Flour" - Gourmet Südtirol

EIN PSAIRER UNIKAT: DER "FONTANA FLOUR"

Alle kennen den Fontana Florian/Flour: ob im Passeier, im Pustertal oder im Ausland. Legendär seine Auftritte ohne Schuhe, und das selbst im Winter! Dazu trägt er immer eine originale Lederhose und auch für einen humorigen, freundlichen Plausch hat der vielbeschäftigte und umtriebige Wirt immer Zeit!

 

Wir haben mit dem Flour ein kleines Interview geführt, eine kleine Reise über seinen Werdegang als Wirt, Bierbrauer und neuerdings auch Weinproduzent, sozusagen.

 

Flour, du bist ja seit vielen Jahren in der Gastwirtschaft tätig. Alles begann in der Pizzeria Brückenwirt in St. Leonhard, wo Du auch selbst die Pizza gemacht hast. Wie kamst du und deine Familie auf die Idee im Martinerhof in St. Martin auch hauseigenes Bier zu produzieren und anzubieten?

In unserem Stammhaus, dem Brückenwirt bei St. Leonhard, hatten wir vor vielen Jahren mit einer kleinen Bierbrauerei begonnen und da meine Frau und ich schon immer gern auch ein Hotel geführt hätten und der Martinerhof in St. Martin sich hierzu als idealer Betrieb anbot, haben wir mit der Unterstützung unserer Kinder diesen vor 10 Jahren gekauft. (Der Martinerhof sollte damals zu Wohnungen umgebaut werden und das Traditionsgasthaus somit nicht mehr existieren). Allerdings wollten wir von Anfang an etwas Besonderes schaffen, nämlich ein Brauhotel mit hauseigener Bierbrauerei - dieses ist bis heute italienweit das Einzige und vielleicht auch deshalb so beliebt. Gleichzeitig fanden unsere Kinder durch unsere betriebliche „Aufstockung“ auch ihre Bestimmung, da der Brückenwirt auf Dauer für alle sicherlich zu klein geworden wäre. So führen meine Frau mit ihrem Bruder und ich heute den Martinerhof und unser Sohn .... den Brückenwirt.

 

Was muss man beim Bierbrauen in Südtirol denn beachten und was macht für Dich ein gutes Bier aus?

Beim Bier sind die Ingredienzien und vor allem das Wasser sehr wichtig. Im Passeiertal, wie auch in vielen Teilen Südtirols, ist das Wasser sehr weich, sprich kalkarm, dies harmoniert sehr gut mit dem Malz. Unsere Zutaten kommen bis heute hauptsächlich aus Bayern, aber schon seit einem Jahr bauen Bauern aus dem Vinschgau für uns Malz an und die Qualität von diesem ist sehr hoch. Auch bezüglich des Anbaus vom Hopfen sind wir schon im Gespräch mit Südtiroler Bauern, damit wir in ein paar Jahren das erste „rein“ Südtiroler Bier brauen können. Unser Bier wird auch nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut, welches letztes Jahr 500 Jahre alt wurde und das älteste Lebensmittelgesetz auf der Welt ist. 

 

Machst du auch selbst manchmal noch die Pizza?

Am Mittag mache ich immer die Pizza und auch sonst helfe ich oft am Abend unserem Pizzaiolo aus oder springe ein, wenn dieser frei hat. Ich empfinde das auch nicht als Arbeit, es ist vielmehr mein Leben und macht mir immer noch sehr viel Freude, wenn ich sehe, dass unsere Kunden gern meine Pizza essen und das

wird auch sicher den Rest meines Lebens so bleiben. Meine Frau ist deshalb auch manchmal „a bissele“ zornig mit mir, weil ich soviel Zeit im Betrieb verbringe.

Aber ich sage dann immer zu ihr: unsere Restaurantstube ist mein Wohnzimmer, da kommen mich Menschen besuchen, da lebe ich auf und habe viel Spaß.

Daheim im Wohnzimmer tue ich ja nur rasten, im Wohnzimmer im Martinerhof lebe ich auf.

 

Im Unterwirt in St. Martin beschreitet Ihr hingegen für das Passeiertal nun einen komplett neuen Weg: ihr baut selbst Wein an habt auch seit

2012 eine kleine Kellerei. Wie kam es dazu?

Auch bei diesem Thema spielte das Heranwachsen unserer Kinder eine große Rolle. Bei vier Kindern und noch aktiven  Eltern und Onkel, brauchte es auch dieses Mal neue und größere Herausforderungen. Und da auch der Unterwirt in St. Martin um diese Zeit verkauft werden sollte und wieder Wohnungen entstehen hätten sollen, bot uns der damalige Besitzer Ubald Pichler, der Onkel meiner Frau, uns diesen zum Verkauf an, damit wir ihn als Gasthaus weiterführen. Wir hatten uns bis dahin gerade vom Kauf des Martinerhofs erholt und so stimmten wir zu. Gerade die Erhaltung des Unterwirts lag uns sehr am Herzen, da dieser Traditionsbetrieb im Zentrum von St. Martin doch seit Jahrhunderten eine Institution war. Schon die Schwester von Andreas Hofer war hier Wirtin und auch der Leichenschmaus, das „Piitschn“ zu Ehren Andreas Hofer, wurde im Unterwirt abgehalten. Nach dem Wegfallen des Oberwirtes wäre mit der Auflösung des Unterwirtes nur noch der Mitterwirt als Gastlokal in St. Martin übrig geblieben. Dies hätte sicherlich zu einem weniger lebendigen Dorfleben geführt, dem wollten wir als eingefleischte Gastwirtefamilie entschlossen entgegen treten. Aber auch hier wollten wir nicht einfach ein "normales" Hotel mit Gastbetrieb weiterführen und da ich Wein ebenso gern habe wie Bier und es im Passeiertal bis vor 200 Jahren auch Weinäcker gab, kam uns die Idee, dies mit dem Unterwirt zu verbinden und diese alte Anbau-Tradition wieder aufleben zu lassen.

 

Die Temperaturen und das milde Klima sowie die niedrige Höhe hier in St. Martin lassen die Reben auch hier sehr gut wachsen und wir haben bereits den ersten Wein gemacht: einen Solaris und einen Zweigelt. Diese Idee, von meinem Sohn Benjamin und seinem Kellermeister Konrad Pixner, der Produktion eines puren Passeirer Weines wurde bis jetzt auch schon von anderen Bauern aufgegriffen und so entstanden weitere Weinanbauflächen - hier kaufen wir dann den Bauern die Trauben ab und verarbeiten diese zusammen mit unseren zu Wein. Somit kann es leicht sein, dass wir in den kommenden Jahren immer mehr Weinäcker sehen werden, das freut uns natürlich sehr, dass unsere Idee solch schöne Früchte trägt, sind Weinäcker doch auch optisch eine Aufwertung für die Landschaft.

 

Stehst du immer noch jeden Tag um 5 Uhr früh auf und machst das Frühstück für die Gäste und putzt barfuss mit dem Wasserschlauch die Terrasse?

Ich fange täglich schon um 4 Uhr an mit dem Vorbereiten des Frühstückbuffets. So habe ich nebenbei den Überblick in der Küche, schaue mir alle Kühlschränke und Arbeitsbereiche an und kann im Fall auch Einfluss nehmen für Verbesserungen. Auch die Terrasse wird von mir jeden Tag mit dem Wasserschlauch ordentlich gereinigt. Ich habe immer schon zu meiner Frau gesagt: wenn wir mal ein Hotel übernehmen, dann werde ich der Frühstückskoch - und so ist es bis heute geblieben. Auch diese Arbeitszeiten passen mir sehr gut, die „Jungen“ machen heute die Nachtschichten, so wie ich früher im „Bruggenwirt“ und ich bin heute der, der als erster den Betrieb betritt und alles wieder ordentlich herrichtet.

 

Wie im Intro bereits geschrieben, bist du dafür bekannt, gern barfuß zu laufen. Was hat es damit auf sich und stimmt es, dass du das bei jeder Witterung machst?

Ja, das stimmt, außer beim Pizza machen und beim Frühstück, bin ich fast immer barfuß unterwegs. Ich fühle mich barfuß sehr wohl und es hat auch seinen Grund:

ich wurde zweimal bereits an den Bandscheiben operiert und zudem hatte ich hinter den Zehen jahrelang Entzündungen die ich nicht mehr los wurde. Nach etlichen Arzt- und Orthopädenbesuchen sagte mir dann ein bekannter Innsbrucker Orthopäde, dass ich es doch mal barfuß probieren soll, das könnte mir Linderung bringen. Und genauso war es, nach 3-4 Wochen war ich schmerzfrei, hatte keine Entzündungen mehr und auch nie wieder Erkältungen oder sonstiges. Mein Immunsystem wird durch die verschiedenen Witterungen und Temperaturen ständig animiert und auch Fußmassagen kann ich mir so sparen, da meine Füße „laufend“ massiert werden.

 

Was sicher viele Leser interessieren wird: gewöhnt man sich an das barfuss laufen oder ist das manchmal auch gefährlich?

Natürlich verletzte ich mich auch manchmal, aber man wird automatisch vorsichtiger und der Mensch hat ein gutes Präventionssystem. Sobald ich auf etwas

Spitzes oder zu Hartes auftrete, fährt der Fuß reflexartig hoch. So kann eigentlich nie schlimmeres passieren und die Vorteile überwiegen für mich klar die Nachteile.

 

Früher warst Du ein Fussballheld. Bist du heute auch noch mit dem Verein aus St. Martin verbunden oder spielen deine Kinder?

Aktiv spiele ich schon länger nicht mehr, allerdings bin ich noch Kindertrainer, was ich auch über 15 Jahre sehr intensiv schon gemacht hatte und dieses Jahr im

Winter möchte ich die ganz Kleinen, die noch nicht in die Schule gehen, in der Turnhalle ein wenig zum Fußball spielerisch führen und trainieren. Hier sind

auch schon meine Enkelkinder dabei, deshalb macht mir das natürlich sehr, sehr viel Freude! Meine Kinder spielen jetzt auch nicht mehr, da sie teilweise durch die Betriebe stark vereinnahmt sind. Ansonsten unterstützen wir nach wie vor den Verein mit Sponsoring und auch sonstiger Unterstützung, da wir das als kleines

Dankeschön sehen und die Wichtigkeit von solchen Vereinen unterstreichen wollen, da diese für alle Kinder, für ihr soziales Wachstum, so wichtig sind.

 

Hast du noch viele Pläne und wenn ja, möchtest du uns einen verraten?

Ja, ich habe noch viele Pläne (schmunzelt) und einen ganz speziellen noch dazu, welcher in nächster Zeit auch wahrscheinlich realisiert werden wird. Konkretes möchte und kann ich dazu noch nicht sagen, nur dass es wieder eine Besonderheit für das Passeiertal werden wird und somit etwas Außergewöhnliches.

Es wird auf jeden Fall wieder etwas gastronomisches werden, auch das passende Lokal hätte ich schon gefunden, aber wie gesagt, es ist noch zu früh um hier Konkretes zu verraten. Zudem haben wir einen neuen Hof, den Brunnerhof oberhalb von Quellenhof, vielleicht dass wir hier noch das eine oder andere machen in Zukunft, aber auch das ist noch nicht spruchreif. Vielleicht dann in fünf Jahren, wer weiß das schon, was noch alles kommt.

 

Wir bedanken uns recht herzlich für das interessante Gespräch und wünschen

weiterhin der gesamten Familie viele zufriedene Gäste!

 

Fotos: Staschitz Günther, Klaus Peterlin, Qualität Südtirol, Kalesch


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Mo

26

Jun

2017

Giovedì lungo a Lana - 29.06.-24.08.2017 - Gourmet Südtirol

Langer Dienstag in Meran - Martedì lungo a Merano - Gourmet Südtirol

Giovedì lungo a Lana

29.06.-24.08.2017 | ore 19.00-23.00

 

Da giugno fino alla fine di agosto gli amanti dello shopping e delle serate lunghe si recano a Lana dove gli orari di apertura particolarmente lunghi ed un programma di intrattenimento straordinario e variegato trasformano le calde sere d‘estate in un‘esperienza indimenticabile.

 

www.merano-suedtirol.it

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